Über die Wendung von Bildern in alternative Ereignisse zur Entwicklung von Widerständigkeit und Autonomie!

 

In meiner künstlerischen Praxis geht es generell darum unter Bezug auf Vorlagen Einflüsse darzustellen, denen wir als Protagonisten unseres Lebens ausgesetzt sind. Mich interessiert, was solche Einflüsse mit uns machen und wie wir sie wenden und für die persönliche Entwicklung nutzen können!

 

Ausgangspunkt meiner künstlerischen Beschäftigung sind vorgefundene (Kamera) Bilder und Objekte. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der Ablösung davon und der Uminterpretation zu Bildern mit neuem Deutungsspielraum. Mein Anliegen ist es, eine allgemein menschliche und gesellschaftsbezogene Leserichtung beim Publikum zu bewirken. Diese Bedeutungen können in den

Bildebenen und Arbeitsspuren miterlebt werden. Sie entwickelt sich vor allem während des Arbeitsprozesses, ausgehend von einer ursprünglichen Vorstellung.

In meiner Beschäftigung konzentriere ich mich auf folgende Fragen: Welche Absicht habe ich am Beginn? Welche inneren Widersprüche tun sich im Verlauf der Auseinandersetzung mit der Autorität des Vorbildes und meinem Vorsatz auf? Welche Spielräume und Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? Welche Eigendynamik der Bildmittel können entstehen? Welche überraschenden Wendungen passieren, und welches neue Verständnis lässt sich daraus ableiten? Wohin führt der Weg zu mehr Erkenntnis? In welchem Verhältnis steht das Ergebnis zu meinen Beobachtungen über die reale, mediale, analoge und digitale Lebenswelt? Fühlt es sich echt an?



Bei der Auswahl meiner Sujets habe ich eine besondere Vorliebe für Porträts  von Menschen und herausfordernde Bilder. Gerne beziehe ich mich auf Kunstwerke von anderen und verwende sogar manchmal Originale zur Überarbeitung. Häufig tauchen in meinen Bildern unterschiedliche Arten von Darstellungs- und Ausdrucksmittel auf. Weiters interessiere ich mich dafür, meine prozesshafte Auseinandersetzung als Handlungen im Ausstellungsraum sichtbar zu machen. Reflektierend beschäftige ich mich damit, durch welche unterschiedlichen Mittel und welches stilistische Zusammenspiel sich Bedeutungsstränge aufbauen lassen.


Whilst part of what we receive comes through our senses from the object before us, another part
(and it may be the larger part) always comes out of our own mind.
(William James in The Principles of Psychology)


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