Über meine Arbeit: An der Schnittstelle zwischen Vorbild, Vorstellung und Transformation

 

Ausgangspunkt meiner künstlerischen Beschäftigung sind vorgefundene Bilder und Objekte. In meiner Arbeit geht es um die Ablösung davon und die Uminterpretation zu alternativen Sinnbildern. Mein Anliegen ist es, Bedeutungsverschiebungen beim Publikum zu bewirken. Der neue Inhalt entwickelt sich im Arbeitsprozess und kann in den entstandenen Spuren miterlebt werden. Mitunter inszeniere ich diese Auseinandersetzung performativ im Ausstellungsraum.

 

In meiner Beschäftigung konzentriere ich mich zunächst auf folgende Fragen: Wo dockt meine Vorstellung am Ausgangsbild an? Welche inneren Widerstände tun sich im Verlauf der Auseinandersetzung mit der Autorität des Vor-Bildes auf? Wohin führt der Weg zu mehr Freiheit? Welche Spielräume und Entwicklungs-möglichkeiten gibt es? Welche Eigendynamik der Bildmittel können entstehen? Welche überraschenden Wendungen passieren, und welche neuen Bedeutungen lassen sich daraus ableiten? 


Bei der Auswahl meiner Sujets habe ich eine besondere Vorliebe für aufgeladene Bilder und Porträts  von Menschen, die für einen Betrachter posieren. Gerne beziehe ich mich auf Bilder von Kunstwerken anderer, beziehe sie ein oder ziehe mitunter auch Originale zur Überarbeitung heran. Häufig tauchen in meinen Bildern unterschiedliche Arten von Bild-, Darstellungs- und Ausdrucksmittel auf. Schließlich reflektiere ich die Bezugssystemen, durch die die neuen Bilder wirken können.

 

Keywords

 

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